FDP kritisiert Aus des Meisterstipendiums in der StädteRegion Aachen
30. Mai 2026
Geplante Förderung für angehende Meisterinnen und Meister scheitert trotz vorliegendem Konzept an fehlender Unterstützung von CDU, SPD, Grünen und AfD

StädteRegion. Die FDP-Städteregionstagsfraktion zeigt sich enttäuscht über das Aus des geplanten Meisterstipendiums für die StädteRegion Aachen. Ziel des Projekts war es, angehende Meisterinnen und Meister finanziell zu unterstützen und damit das Handwerk in der Region gezielt zu stärken.
Bereits 2025 hatte der Städteregionstag die Verwaltung beauftragt, ein Konzept für ein entsprechendes Förderprogramm zu entwickeln und Mittel in Höhe von 25.000 Euro jährlich einzuplanen. Vorgesehen waren Stipendien für angehende Meisterinnen und Meister, die zusätzliche Kosten für Materialien, Fahrten oder Unterbringung abfedern und die berufliche Weiterbildung attraktiver machen sollten.
Nach intensiven Abstimmungen mit der Stadt Aachen und der Bezirksregierung Köln lag inzwischen ein ausgearbeitetes Konzept vor. Dennoch wurde das Vorhaben nicht weiterverfolgt. Ausschlaggebend war die fehlende finanzielle Beteiligung der Stadt Aachen.
CDU, SPD, Grüne und AfD haben den Antrag letztlich abgelehnt. Als Begründung wurde angeführt, dass sich die Stadt Aachen nicht an der Finanzierung des Meisterstipendiums beziehungsweise des sogenannten Meister-BAföG beteiligen wolle. Damit wird eine wichtige Chance verpasst, die berufliche Weiterbildung zu stärken und dem Fachkräftemangel in der Region wirksam entgegenzuwirken.
Für die FDP sendet diese Entscheidung ein falsches Signal an das Handwerk sowie an junge Menschen, die sich durch eine Meisterausbildung weiterqualifizieren und unternehmerische Verantwortung übernehmen wollen. Gerade angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels braucht die StädteRegion mehr Unterstützung für berufliche Bildung und unternehmerischen Nachwuchs.
„Während überall über Fachkräftemangel geklagt wird, lehnen CDU, SPD, Grüne und AfD eine konkrete Maßnahme zur Förderung des Handwerks ab. Das ist weder zukunftsorientiert noch wirtschaftspolitisch nachvollziehbar“, erklärt die FDP-Städteregionstagsfraktion.
Die FDP wird sich weiterhin dafür einsetzen, Meisterausbildungen zu stärken, berufliche Aufstiegschancen auszubauen und das Handwerk als unverzichtbare Säule der regionalen Wirtschaft zu fördern.
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