Extremwetter ist die neue Realität

26. Juni 2026

FDP fordert mehr Vorsorge gegen Hitze, Starkregen und Hochwasser – von modernen Warnsystemen bis zu klimaresilienten Städten

Dr. Werner Pfeil
Dr. Werner Pfeil MdL, Sprecher im Rechtsausschuss, Sprecher für Europa und Internationales. Foto: FDP

Düsseldorf. Die aktuelle Hitzewelle verdeutlicht, dass Nordrhein-Westfalen mehr für den Schutz vor Extremwetterereignissen unternehmen muss.

Gegenüber der Rheinischen Post sagte Dr. Werner Pfeil, Sprecher für Katastrophenschutz der FDP-Landtagsfraktion NRW:

„Die zunehmenden Wetterextreme zeigen, dass wir uns besser auf Hitze, Starkregen und Hochwasser vorbereiten müssen. Leider sind auch Jahre nach der Flutkatastrophe 2021 noch nicht alle dringend notwendigen Handlungsempfehlungen umgesetzt worden, die unter anderem mit dem Abschlussbericht des Flut-Untersuchungsausschusses vorgelegt wurden. Dazu gehören etwa der Ausbau des Pegelmessnetzes, bessere Frühwarnsysteme und ein digitales Echtzeitlagebild für den Brand- und Katastrophenschutz.

Wir brauchen zudem ein Umdenken in der Stadtplanung. So schaffen etwa mehr Bäume und begrünte Parkanlagen in Innenstädten einerseits niedrigere Temperaturen und sorgen zudem dafür, dass Regenwasser versickern kann. Auch mehr Gebäudebegrünungen wie in zahlreichen südlichen Großstädten sind eine Maßnahme, die man auch in Nordrhein-Westfalen umsetzen kann. Nordrhein-Westfalen könnte hier sogar Vorreiter in Deutschland werden, wenn begrünte Fassaden und ‚Außenhüllen‘ allgemein in der Landesbauordnung primär zugelassen würden. Derzeit sieht die Landesbauordnung vor, dass Gemeinden durch Satzung Vorgaben für bauliche Anlagen zur Begrünung machen dürfen.

Mit der derzeit im parlamentarischen Verfahren befindlichen BHKG-Reform werden wichtige Neuerungen diskutiert, um den Katastrophenschutz an die aktuellen Herausforderungen anzupassen. Wir brauchen ein interdisziplinäres Zusammenwirken und ein Gesamtkonzept, das die Menschen bestmöglich schützt. Dazu gehört auch eine stärkere Sensibilisierung der Bevölkerung für mehr Risikobewusstsein bei Starkregen, Hochwasser und Hitzeperioden. Neben staatlicher Vorsorge braucht es auch Eigenverantwortung: Gerade bei Hitze sollte jeder seine persönliche gesundheitliche Situation im Blick haben, Warnhinweise ernstnehmen und sich entsprechend schützen.“

Weitere Informationen

» Rheinische Post: Extremwetter – was Städte jetzt tun müssen

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